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Stromlieferung

Falsche Stromabrechnung?

Leider kommt es nicht selten vor, dass man eine falsche Stromabrechnung erhält. Oftmals fällt es auf den ersten Blick auf, weil die Rechnung viel zu hoch ausfällt. Es gibt aber auch Fälle, bei denen man genau hinschauen muss, um herauszufinden, ob die Abrechnung berechtigt ist oder nicht.

Auf keinen Fall sollte man, sofern man feststellt, dass die Rechnung falsch gestellt ist, dies einfach so hinnehmen sondern etwas unternehmen. Dieses Recht steht jedem zu. Deshalb sollte man es auch nutzen.

Es gibt verschiedene Fehler, die den Stromversorgern immer wieder unterlaufen. So zum Beispiel der Fehler, dass die Stromrechnung viel zu hoch ist. Teilweise ist diese sogar so hoch, dass dies auch ohne Überprüfung nicht richtig sein kann. Oftmals sind allerdings die Zählerstände richtig angegeben.

Selber rechnen

Deshalb sollte man unbedingt immer selber einmal nachrechnen. So kann man feststellen, ob der Verorger richtig gerechnet hat oder, ob ein Fehler vorliegt. In der Regel sollte es einem gelingen, die Rechnung nachzurechnen.
Es ist so, dass die Stromversorger dazu verpflichtet sind, eine so übersichtliche Rechnung zu erstellen, dass das Nachvollziehen und vor allem das Nachrechnen für den Kunden kein Problem darstellen darf. Ist dies doch der Fall, so hat man immer noch die Möglichkeit, bei seinem Versorger anzurufen und sich die Rechnung im Einzelnen erklären und aufschlüsseln zu lassen.
Zudem kann man darauf bestehen, eine neue Rechnung zu bekommen, die dann auch für jeden verständlich ist. Dazu hat man sogar laut Gesetz die Möglichkeit.

Zahlung einbehalten

Sieht der Stromversorger seinen Fehler nicht ein, so ist man bei einer offensichtlichen Falschheit der Abrechnung dazu berechtigt, diese einfach nicht zu bezahlen. Zumindest solange, bis etwas anderes nachgewiesen ist. Auch dies wird im Gesetz festgehalten, sodass man als Kunde das Recht auf seiner Seite hat.

Ein Beispiel, was im Alltag leider auch immer öfter passiert ist die Tatsache, dass man eine Stromrechnung von einem Anbieter erhält, bei dem man gar kein Kunde ist. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn man einmal Kunde war, allerdings den Anbieter längst gewechselt hat.
Viele Stromanbieter bekommen es einfach nicht hin, die Daten der Kunden vollständig aus dem Programm zu löschen, was dann wiederum häufig zu diesen Begebenheiten führt.

Selbstverständlich ist man in einem solchen Fall nicht dazu verpflichtet, die Rechnung zu begleichen.

Am besten ist es, wenn man die Rechnung an den Stromversorger zurück sendet und natürlich ein entsprechendes Schreiben hinzufügt, welches eindeutig klar macht, dass man kein Kunde ist und die Rechnung nicht bezahlt.
In der Regel nehmen die Stromversorger dies hin. Jedoch werden diese den Sachverhalt überprüfen. Andernfalls könnte das ja jeder einfach so behaupten und der Konzern würde sicherlich zu keinerlei Einnahmen mehr kommen.

Defekter Stromzähler

Auch kann es sein, dass der Stromzähler nicht mehr richtig funktioniert. Dies kann verschiedene Ursachen haben, beispielsweise kann er einfach zu alt sein. Das kann durchaus schon einmal passieren. Stellt man also beim Ablesen des Stromverbrauches fest, dass dieser sich beispielsweise drastisch erhöht hat ohne, dass man bewusst mehr verbraucht hat, so kann es sein, dass der Stromzähler einfach springt und dadurch ein wesentlich höherer Verbrauch zu Stande kommt, als es normalerweise der Fall ist.

Dennoch ist es so, dass der Stromzähler nur in den seltensten Fällen defekt ist, da er immer wieder in Form von Stichproben vom Stromversorger auf richtige Arbeitsweise überprüft wird. Zudem wird er in regelmäßigen Abständen geeicht.

Kommt also der Verdacht auf, dass der Zähler nicht mehr richtig funktioniert, so sollte man diesen überprüfen lassen, um eine falsche Abrechnung zu vermeiden. Es ist kein Problem, sich im Falle, dass der Stromzähler sich nicht reparieren lässt, einen neuen Stromzähler einzubauen.
Sollte sich herausstellen, dass der Stromzähler wirklich defekt ist, so kommt der Stromversorger für den Kontrolleur auf. Andernfalls muss man leider selber in die Tasche greifen.

Erhöhung der Preise

Der häufigste Fall für eine vermeindlich falsche oder zu hohe Abrechnung ist der, dass die Strompreise im Laufe des Abrechnungszeitraumes immer wieder erhöht werden, ohne dass der Kunde etwas davon erfährt. Leider teilen die Stromversorger ihren Kunden eine Preiserhöhung aus guten Gründen in den meisten Fällen nicht mit. Dies hängt wohl auch damit zusammen, dass man die Kunden nicht abschrecken und zur Konkurrenz schicken möchte.

Wer also nicht regelmäßig Nachrichten schaut oder Zeitung liest und hierdurch mitbekommt, dass die Strompreise mal wieder erhöht werden, der kann durchaus sehr schnell sein blaues Wunder erleben.

Zunächst ist es so, dass man im Falle einer korrekten Abrechnung natürlich den geforderten Betrag zahlen muss. Leider ist es in Deutschland bislang nicht gesetzlich geregelt, dass sich der Kunde im Falle des Nichtwissens gegen eine solche Abzocke zur Wehr setzen kann. Somit muss man also blechen, ob man dies möchte oder nicht.

Doch die meisten Verbraucher lernen aus dieser Situation und versuchen, zumindest bis zur nächsten Abrechnung, das Beste daraus zu machen.

Wechsel des Anbieters

Hierzu hat man verschiedene Möglichkeiten. Die beste ist natürlich, dass man den Stromanbieter wechselt. Machen dies im Laufe der Zeit viele Menschen immer wieder, so werden die Stromkonzerne es irgendwann sicher auch merken und ihre interne Firmen-Politik ändern.

Allerdings sollte man bei einem Anbieterwechsel darauf achten, dass man nicht länger als ein Jahr an einen Vertrag gebunden ist, da man eventuell danach die Möglichkeit hat, an einen noch günstigeren Anbieter zu kommen. Hat man also einen langfristigen Vertrag, so ist dies nicht möglich.

Desweiteren sollte man darauf achten, dass eine Preisgarantie besteht, sodass man für die Zeit des Vertrages mit dem neuen Stromanbieter auch gewiss sein kann, nur einen bestimmten Betrag zu zahlen, der sich ganz sicher nicht im Laufe der Zeit enorm erhöht. Die meisten Stromversorger bieten inzwischen eine solche Preisgarantie an.

Allerdings wird diese oft nur dann geboten, wenn man zumindest einen Jahresvertrag abschließt. Dieser ist jedoch meist gut vertretbar. Ein Jahr ist sehr schnell herum, sodass man dann unter Umständen erneut die Chance hat, sich um einen neuen Stromanbieter zu kümmern und erneut zu sparen.

Umbau im Haus oder der Wohnung

Eine weitere Variante, zumindest für alle die Menschen, die mit Strom heizen wäre die, eine andere Heizung einzubauen. Dies ist in der Anschaffung vielleicht mit hohen Kosten verbunden, dennoch rechnet sich die Anschaffung einer neuen Heizung in der letzten Zeit durchaus sehr. Allerdings sollte man in einem solchen Falle wiederum darauf achten, welche neue Heizung man auswählt, denn auch die Strom- und Gaspreise steigen immer weiter.

Zudem werden die Vorräte immer knapper, so dass wahrscheinlich nicht mehr weig mit diesen Rohstoffen geheizt werden kann. Die Anschaffung einer Solaranlage gewährleistet, dass man auch in Zukunft weiterhin heizen kann, denn die Sonne wird so schnell nicht aufhören zu scheinen.

Zudem tut man etwas Gutes für die Umwelt und man bekommt eine Förderung auf diese Solaranlagen. Wer sich hiernach erkundigt, der bekommt in der Regel Darlehen für die Anschaffung und den Einbau, welche zu sehr günstigen Konditionen angeboten werden.

 

Fehlerhafte Ablesung der Zähler

Ein weiterer sehr häufiger Fall, durch dessen Problematik man eine falsche Abrechnung erhält ist der, dass die Stromzählerstände falsch abgelesen werden.
Die meisten Kunden lesen diese Zählerstände selber ab und übersenden sie dem Anbieter. Allerdings kann es auch vorkommen, dass jemand vom Stromkonzern eine Abrechnung vornimmt.

Da kein Mensch fehlerfrei ist, kann es durchaus vorkommen, dass die Zählerstände falsch abgelesen werden. Ein einfacher Zahlendreher reicht häufig aus, um die Stromrechnung zu verfälschen. So kann es durchaus zu einer hohen Nachzahlung kommen. Stellt man einen solchen Fall fest, so sollte man dies dem Stromversorger unverzüglich mitteilen.

Zudem sollte man den derzeitigen richtigen Zählerstand zur Hand haben, damit der Versorger eine erneute und richtige Abrechnung durchführen kann.

Es kann natürlich auch der Fall eintreten, dass auf Grund eines falsch abgelesenen Zählers Geld erstattet wird. Viele Kunden freuen sich zunächst darüber, dass sie etwas gespart und den Stromversorger abgezockt haben. Allerdings sollte man sich genau überlegen, ob man diesen Fehler nicht besser sofort ausbessern lässt. Schließlich könnte es andernfalls passieren, dass bei der nächsten Abrechnung eine sehr hohe Nachzahlung auf einen zukommt.

Abgezweigter Strom

Etwas, was durchaus vorkommen kann, auch wenn es nicht häufig der Fall ist, ist, dass der Stromzähler einen Verbrauch anzeigt, obwohl alle Geräte abgeschaltet sind. Dies kann unter Umständen beispielsweise dann geschehen, wenn etwas vom Elektriker falsch angeschlossen wurde. Sehr oft, vor allem in Häusern, in denen mehrere Miatparteien wohnen, kommt es vor, dass der Nachbar an die eigene Stromversorgung versehentlich angeklemmt wurde und man für diesen mit bezahlen müsste.

Feststellen lässt sich ein solch unbewusster Stromverbrauch dadurch, indem man wirklich alle elektrischen Geräte, die sich im Haushalt befinden, einmal vom Stromnetz trennt. Normalerweise ist es jetzt so, dass sich der Stromzähler nicht mehr dreht, also keinen Stromverbrauch anzeigt.
Zeigt er jedoch einen Verbrauch an, so kann man davon ausgehen, dass irgend etwas nicht stimmt. Dieses Problem sollte man von einem Fachmann unter die Lupe nehmen lassen.

Sollte dieser nachweisen können, dass ein Stromverbrauch unbewusst erfolgt ist, so ist es zwar gut, dass man dies weiß und das Problem beheben kann. Allerdings ist es in Deutschland auch so geregelt, dass man den Stromverbrauch trotzdem aus eigener Tasche leisten muss.

Um diese verschiedenen Problematiken zu umgehen, sollte man hin und wieder die Richtigkeit des Zählerstandes und den Stromzähler an sich überprüfen. Am besten kann man dies tun, indem man innerhalb bestimmter Abstände immer wieder den Zählerstand und das Datum des Ablesens notiert. So fällt einem relativ schnell auf, ob alles in Ordnung ist oder, ob etwas mit dem Zähler nicht stimmt.

Kommt man mit einer solchen Situation überhaupt nicht zurecht, weil beispielsweise der Stromversorger einen Fehler nicht einsieht, so kann man sich gegen eine geringe Gebühr bei der örtlichen Verbraucherschutzzentrale beraten lassen.
Hier erfährt man häufig, wie man ebenfalls aus einer solchen Situation wieder herauskommt oder wie man im Idealfall handeln sollte. Manchmal beispielsweise ist es besser, wenn man gar nichts unternimmt.

Auf keinen Fall sollte man eine Rechnung begleichen, die man nicht auf die Richtigkeit hin überprüft hat.

Rechnungsprüfung

Wer sich sicher sein möchte, ob seine Rechnung korrekt verfasst ist, der sollte folgende Punkte überprüfen und darüber nachdenken, ob alles in Ordnung ist.

Zunächst ist es sinnvoll, wenn man überprüft, ob man berechtigterweise eine Rechnung bekommt oder nicht. Dies bedeutet also, dass man nachschauen sollte, ob man überhaupt beim Rechnung stellenden Unternehmen Kunde ist. Wenn dies der Fall ist, so sollte man ebenfalls überprüfen, ob die Rechnung an den richtigen Kunden adressiert ist. Es kann durchaus auch schon einmal vorkommen, dass man die Rechnung seines Nachbarn im Briefkasten vorfinden.
Es lohnt sich also, wenn man bereits vor dem Öffnen des Briefumschlages einmal schaut, wessen Name im Sichtfenster steht.

Ebenfalls sollte man überprüfen, ob der Stromzähler ordnungsgemäß funktioniert. Stellt man fest, dass dies nicht der Fall ist, sollte man so schnell wie möglich jemanden zur Kontrolle und zur Ausbesserung kommen lassen. Nur so kann man vermeiden, dass eine falsche Rechnungsstellung zu Stande kommt, die man unter Umständen trotzdem begleichen muss.
Da es sich teilweise um sehr hohe írrtümlich zu Stande gekommene Beträge handelt, sollte man sich also genau überlegen, wie man verfährt.

Weiterhin sollte man selbstverständlich nachprüfen, ob die in der Rechnung angegebenen Zählerstände korrekt wieder gegeben sind. Es kann durchaus geschehen, dass man diese falsch angegeben hat oder aber, dass der Stromversorger falsche Zahlen versehentlich eingesetzt hat.

Tarifcheck

Auch sollte man darauf achten, ob alle Tarife korrekt in die Rechnung eingetragen wurden und ob die Rechnung nach diesen Tarifen ausgestellt wurde. So kann es nämlich schon einmal passieren, dass zwar alle Zählerstände ordnungsgemäß aufgelistet sind, die Rechnung aber dennoch zu hoch ist. Oftmals handelt es sich hierbei lediglich um einen falsch angesetzten Tarif, der zur hohen Nachzahlung führen kann.

Stellt man fest, dass der Tarif im Laufe des Abrechnungszeitraumes erhöht wurde, so sollte man unbedingt nachprüfen, ob die Zählerstände, die in der Zwischenzeit vom Unternehmen geschätzt wurden, auch korrekt sind, denn auch hier können sich selbstverständlich Fehler einschleichen.

Vorauszahlungen

In einer Rechnung sollten unbedingt die bereits geleisteten Vorauszahlungen aufgeführt sein. Diese müssen von der Endsumme abgezogen werden, sodass sich letztendlich entweder eine Nachzahlung oder aber unter Umständen auch ein Guthaben ergeben kann. Diese Vorauszahlungen müssen in der Rechnung aufgeführt sein, damit man als Kunde die Chance hat, die Rechnung vollkommen nachvollziehen zu können.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der sich aus der Abrechnung ergibt, sind die Abschlagszahlungen, die in Zukunft zu leisten sind. Es kann sein, dass diese gleich bleiben, was in der Regel nur dann der Fall ist, wenn man in etwa den gleichen Verbrauch hatte. Dennoch kann es auch sein, dass die Abschlagszahlungen erhöht oder aber auch gesenkt werden. Letzteres kommt leider nur selten vor.
Beachten sollte man allerdings unbedingt, dass die Abschlagszahlungen richtig berechnet wurden, denn auch hier können sich immer wieder Fehler einschleichen.

Wer all diese Dinge beachtet und eine Rechnung nicht immer einfach hinnimmt und begleicht, der sollte mit seinem Stromanbieter keine Probleme haben und schon gar nicht mit der Stromrechnung.