Wer einen eigenen Immobilie bewohnt, der wird so ungefähr wissen, welche Unterhaltskosten das Haus hat. Doch neben den Kosten und den absoluten Verbrauchswerten der Heizanlage, verbraucht das Hause noch an anderer Stelle Energie. Oder besser noch, verschwendet es Energie. Ob Anzeichen wie Zugluft oder kalte und nasse Wände meist bemerkt man solche energetischen Schwachstellen irgendwie. Doch um wirklich zu sehen, wo das Haus mehr Wärme in die Atmosphäre abgibt als unbedingt notwendig, kann man sich jetzt ein genaues Bild machen lassen.
Spezialaufnahmen mit Infrarot
Wenn es draußen mindestens zehn Grad kälter ist und möglichst nicht die Sonne scheint, dann ist es Zeit für eine Thermografie. Hierbei wird anhand einer Kamera mit Temperatursensoren ganz genau festgehalten, an welchen Stellen ihr Haus heiß oder kalt ist und mittels eines Bildes wiedergegeben. Auf den Bildern erkennt man genau, in den roten Zonen ist die Außentemperatur höher als das sinnvoll ist. Schließlich will man ja nicht das Universum heizen. So wird auch klar, warum die Sonne nicht scheinen sollte und auch zu hohe Außentemperaturen die Aufnahmen verfälschen. Durch Sonne aufgeheizte Stellen würde man irrtümlich als Energieleck identifizieren und wenn es draußen genauso warm ist wie drinnen, sind die graduellen Unterschiede nicht so deutlich sichtbar.
Energieberatung der Kommunen
Meist bietet eine städtische Stelle, die auch die Thermografen vermittelt, auch eine folgende Beratung, wie man gegen die Kälte- bzw. Wärmebrücken in seinem Haus vorgehen kann. Hier wird dem Immobilienbesitzer erklärt, welche Dämmmaßnahmen notwendig sind, ob vielleicht im großen Stil renoviert werden muss oder ob vielleicht auch neue Fenster eingesetzt werden sollten. Die Kosten werden dabei teilweise mitfinanziert, denn auch der Staat hat ja ein Interesse an der allgemeinen energetischen Sanierung des Wohnbestands. Aber auch sich selbst tut man als Immobilienbesitzer damit einen Gefallen. Schließlich spart man so direkte Energiekosten ein.