Abzug der Stromfresser

Die Glühbirne hat so gut wie ausgedient. Basierend auf der Ökodesign-Richtlinie, die die EU Schritt für Schritt durchsetzt, gehen auch die herkömmlichen Glühbirnen vom Markt. Derzeit sind es die 75-Watt-Glühbirnen, die ab 1. September verboten sind. Lampen mit einer Leistung von mehr als 60 Watt sind in Zukunft nicht mehr im Handel erhältlich.

75-Watt-Glühbirne vom Markt

Was in den letzten Wochen und Monaten noch an Restbeständen verkauft wurde, ist seit Heute nicht mehr erhältlich. Die 75-Watt-Glühbirne gibt es ab jetzt nicht mehr, die EU-Richtlinien schreiben dies vor. Nachdem vor genau einem Jahr der erste Schritt vollbracht wurde, indem die 100 Watt-Birnen abgeschafft wurden, findet nun der nächste Schritt statt. Nutzer sollen sich zunehmend an die leistungsstarken Sparlampen gewöhnen. Diese sind in der Zwischenzeit genauso gut wie die alten Leuchtmittel, darüber hinaus sparen sie eine Menge Strom und haben eine wesentlich längere Lebenszeit. Lediglich in der Anschaffung sind sie etwas teurer, was sich jedoch angesichts ihrer langen Lebenszeit durchaus rechnet. Im nächsten Jahr werden dann auch die Leuchtmittel zwischen 40 und 60 Watt vom Markt genommen, im September 2012 letztlich auch Glühlampen mit einer Leistung von über 10 Watt.

Doch das hat gute Gründe: Herkömmliche Glühbirnen sind schlichtweg Stromfresser. Nur etwa 5 Prozent der aufgenommenen Energie wandeln sie tatsächlich zu Licht um, den Rest geben sie als Wärme an die Umgebung ab – ein teures und uneffizientes Mittel also. Die Bürger in der gesamten EU sollen daher schrittweise ihre Energiebilanz verbessern und auf Leuchstoff- und LED-Lampen umsteigen.

Günstiger mit Energiesparlampen

Energiesparlampen nutzen 25 Prozent der aufgenommenen Energie auch tatsächlich zur Umwandlung in Licht und sparen bares Geld – das Umweltbundesamt errechnete jüngst eine Ersparnis von 49 bis 160 Euro im Jahr pro Verbraucher. Das Hauptanliegen findet sich jedoch in der Senkung des Kohlendioxidausstoßes. Die CO2-Problematik kann nur langfristig gelöst werden, wenn Alle mithelfen – auch und gerade die Bürger. Und ganz nebenbei profitieren wir ja auch von niedrigen Kosten.

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