Inzwischen gibt es mehrere hundert Strom- und Gasanbieter in ganz Deutschland, die Preise sind teilweise sehr unterschiedlich und wer sorgfältig vergleicht, der kann ein wahrhaft günstiges Schnäppchen erwischen. Oft sind Ersparnisse von bis zu einigen hundert Euro im Jahr möglich. Die Frage ist nur, wie lange das noch so bleiben wird, im Moment sind die Strompreise bei einem Großteil der Anbieter ständig im Steigen, die Gaspreise sind hingegen momentan ziemlich konstant.
Steigende Strompreise auch 2009
Nach einer neuesten Untersuchung sind die Strompreise seit 2009 um durchschnittlich zwei Prozent gestiegen, ein durchschnittlicher Haushalt zahlte Anfang 2009 noch ca. 22,6 Cent für die Kilowattstunde, im Juli des Vorjahres waren es hingegen schon 22,97 Cent. Die Gründe für die ständig steigenden Preise sind vor allem, dass die Energiekonzerne durch die neuen Umweltschutzbedingungen zum Ausbau und zur Erneuerung ihrer Anlagen gezwungen sind. Da vor allem die erneuerbaren Energien immer mehr gefördert werden, müssen die Anbieter ihre Kraftwerke nachrüsten oder gleich komplett neue Anlagen bauen, die Kosten werden dann natürlich an den Kunden weitergegeben. Da in den nächsten Jahrzehnten die Solarenergie immer mehr an Bedeutung gewinnen wird, alleine schon durch die gesetzlichen Bestimmungen, werden auch in den nächsten Jahren ständige Preiserhöhungen die Folge sein. Auch im Jahr 2010 gab es schon teilweise heftige Preiserhöhungen, so haben rund drei Viertel der Stromanbieter die Preise im Schnitt um sechs Prozent erhöht, ein Viertel der Anbieter hat die Preise dafür im Gegenzug um fünf Prozent gesenkt.
Eine Durchschnittsfamilie kann, wenn sie gründlich genug die Preise vergleicht, bis zu 230 Euro im Jahr sparen, sofern immer zum günstigsten Anbieter gewechselt wird. Da sich kaum ein Kunde ständig die Mühe machen und immer zum billigsten Anbieter wechseln wird, kann man dem Durchschnittskunden nur empfehlen, einen möglichst günstigen Anbieter auszuwählen, bei dem die Preise nicht ständig schwanken. Für große Unternehmen und Industriekonzerne, die naturgemäß viel Strom verbrauchen, kann sich ein ständiges Preisvergleichen und Wechseln natürlich immens lohnen. Große Unternehmen haben allerdings auch Rechnungswesen-Abteilungen, die das Vergleichen übernehmen können, während der Privatkunde viel Zeit und Mühe in den ständigen Preisvergleich stecken müsste. Eine gute Nachricht vom Energiesektor gibt es immerhin, die Gaspreise sind gegenüber dem Vorjahr kaum gestiegen, im Vergleich zum Januar 2010 ist der Gaspreis sogar noch gefallen.