Neue Möglichkeiten zum Stromtransport müssen her

Inzwischen sind die Möglichkeiten der alternativen Stromquellen groß und in aufsteigendem Kurs, allerdings fehlt es noch an passenden Transportmöglichkeiten sowie an adäquaten Speichermedien für diese Form der Energie.

Deutschland hat in der EU die sicherste Stromversorgung

Innerhalb Europas ist die Stromversorgung in Deutschland bisher die sicherste. Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb (FNN) gab bekannt, dass im Jahr 2008 die unverzichtbare Elektrizität mit 99,99% zur Verfügung stand. Das konnte kein anderes europäisches Land von sich behaupten.  Beim Stromausfall am 1.März durch den Orkan Emma mussten die Deutschen zum Beispiel im Schnitt nur 21 Minuten warten, bis das Problem behoben war und sie wieder am Stromnetz angeschlossen waren. Im Vergleich dazu wartete man in den Niederlanden im Schnitt 33 Minuten, in Österreich 44 und auf der Halbinsel Italien ganze 58 Minuten, bis der Strom wieder funktionierte. Der Verband der Elektrotechnik (VDE) bewertete das hohe Maß an Versorgungsqualität in Deutschland als bedeutenden Standardvorteil.

Milliardenhohe Investitionen in neue Speichertechniken von regenerativer Energie

Damit das aber so bleibt, wären Investitionen in Milliardenhöhe notwendig, die den Transport und die Speicherung von regenerativer Energie sichern sollen. In ganz Europa müssten die Stromnetze für regenerative Energien fit gemacht werden, weshalb sie vor großen Umbaumaßnahmen stünden. Vor allem im Norden Deutschland kann durch Windanlagen viel Strom produziert werden, allerdings fehlt es dabei an Stromautobahnen, die die Energie in die Verbraucherzentren West- und Süddeutschland transportieren könnten. Und genau an diesen Schwachpunkten müsse in den nächsten Jahren intensiv gearbeitet werden, noch dazu wo gleichzeitig ein Ausbau der Winstromerzeugung an der Nord- und Ostsee in Planung ist. Werden diese Projekte verwirklicht und werden Windanlagen an der See im Norden und Osten wie nach den Voraussagen etwa 10000 Megawatt Leistung erzeugen, sind neue Speicherkapazitäten und Speichertechnologien unumgänglich. Darauf müsse man vorbereitet sein, wenn es so weit ist. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bemüht sich derzeit deswegen um Hochspannungstrassen und den verstärkten Ausbau von Transportmöglichkeiten für Biomasse-, Fotovoltaik- und Windstrom in den jeweiligen Verteilernetzen. Die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW Hildegard Müller ist deswegen besonders um neue Speicherkapazitäten und neue Speichertechnologien bemüht, die auf jeden Fall dazu nötig sein werden, um den wachsenden Anteil von wetterabhängigem Ökostrom in die Energieversorgung Deutschlands einzuspeisen.

Regenerative Energien wie Windkraft, Biomasse und Erdkraft nehmen einen immer höheren Prozentsatz in der Energieversorgung Deutschlands ein, die derzeit noch von einem 25%-Anteil der Atomkraftwerke dominiert werden. Da das Sicherheitsrisiko zu groß und die Erkundung möglicher Endlager für die Brennstoffe Uran noch ungeklärt ist, muss über alternative Energiequellen nachgedacht und in sie investiert werden. Von Ihrem Stromanbieter werden Sie diesbezüglich sicher gerne über die neusten Fortschritte der Technik auf dem Laufenden gehalten.

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