Der größte Konkurrent von Vattenfall auf dem Berliner Energiemarkt hat sich von Nuon in „lekker Strom“ umbenannt. „Leckerer“ als der Strom anderer Anbieter wird er wahrscheinlich nicht sein, der Energieversorger Nuon Deutschland strebt aber mit dem Namen, der Appetitliches verheißt, ein schnelles Wachstum auf dem Mark an. Erreicht werde soll das mit einer Orientierung hin zum grünen Strom.
Der Vorsitzende des neuen Unternehmens „lekker Energie GmbH“, Thomas Mecke, bezifferte das Ziel mit 500.000 Kunden, die das Unternehmen schon bald mit Strom versorgen wolle. Bisher sind es 300.000 Haushalte vor allem in Berlin. In der Hauptstadt hat der Konzern bisher einen Marktanteil von sieben Prozent.
Der neue Name ist Folge eines Wechsels des Eigentümers: Im vergangenen Jahr erst hatte Vattenfall die niederländische Gesellschaft Nuon übernommen. Voraussetzung für die Genehmigung seitens der EU-Kommission war, dass Nuons Deutschland-Tocher davon nicht betroffen ist. Denn als zweitgrößter Anbieter in Berlin und drittgrößter in Hamburg hätte das Unternehmen nach der Fusion in den Großstädten kaum mehr Wettbewerber. Deshalb ging das Deutschlandgeschäft im März an die Enervie-Gruppe aus Nordrhein-Westfalen, die Kommunen und Regionalversorgern gehört.
Der Wechsel soll aber keineTarif-Anderungen für die rund 300.000 Kunden bedeuten, trotzdem in Zukunft nur noch Strom aus erneuerbaren Energien verkauft werden soll.