Zukunft: Strom ohne Kabel

Ein Amerikanischer Forscher hat jetzt eine Möglichkeit gefunden Strom über die Luft zu transportieren. Damit wäre in Zeiten von W-Lan, GPS, und UMTS dann auch das letzte verbleibende Kabel in seiner Existenz bedroht: das Stromkabel.
Der Physiker Marin Soljacic will die Welt von Netzkabeln befreien, bei versuchen in seinem Labor am MIT, dem Massachusetts Institut of Technology, ist es ihm gelungen Strom auf eine Distanz von zwei Metern durch die Luft zu leiten.

Problem: Die Reichweite

Das größte Problem ist die Reichweite: Nach zwei Metern erreicht nur etwa die Hälfte der Energie das Gerät. Das ist natürlich noch unzureichend, könnte aber zum Beispiel für den Kabelsalat am Schreibtisch eine erste Lösung sein. Über einen Meter kommen 90 Prozent der Energie an, sagt Soljacic. „Die Technik kann im Alltag einigermaßen effizient funktionieren“, meint Will Stewart vom Optoelektronik-Forschungszentrum der Universität Southampton. „Aber wir werden den drahtlosen Strom nicht überall im Haus haben, sondern vielleicht nur am Schreibtisch.“

Not macht erfinderisch

Grund für seine Forschung ist dabei recht einfach: „Meine Frau denkt nie daran, ihr Handy aufzuladen, und dann piepst es, und man muss das Ladegerät finden und das Handy aufladen, sonst hört es nicht auf, und das passiert natürlich immer nachts. Und da habe ich gedacht: Wäre es nicht toll, wenn sich das Ding selbst ums Aufladen kümmern würde?“